Die Maine Coon Katze
Amerika's- und deutschland's Halblanghaarkatze Nr.1 ist Amerika's einheimische Katzenrasse die Maine Coon. Ihr Ursprung ist ungewiß ,wie alle sogenannten "natürlichen" Katzenrassen es existieren mehrere Geschichten über ihre Herkunft. Eine davon macht sie zum Kreuzungsprodukt zwischen einer kurzhaarigen Hauskatze und einem Waschbären.. selbstverständlich unmöglich! Eine weitere, sehr romantische Version erzählt von einem Seefahrer namens Kapitän Samuel (oder Stephen) Cloug, einen der Hauptverantwortlichen an der Verschwörung "Marie Antoinette" aus Frankreich herauszuschmuggeln und nach Wiscasset in Maine zu bringen. Der Beweis, daß dies nicht gelungen sein kann, ist Geschichte. Kapitän Cloug hat aber andererseits einige der Besitztümer der Königin nach Maine gebracht, darunter auch sechs Langhaar-Katzen, die er als Haustiere hielt und die so ein Teil des Grundstocks der Maine Coon-Zucht wurden.
Eine andere Geschichte und ein anderer Kapitän, nun Coon genannt, soll während der Kolonialzeit Perser und Angora-Katzen an verschiedene Häfen der Küste Neu-Englands gebracht haben. Die dort geborenen langhaarigen Kätzchen nannte man Coon's Katzen.
Dann gibt es noch die Version, daß die Vorfahren der Maine Coon Norwegische Waldkaten gewesen seien, die mit den Wikingern nach Neu-England kamen. Die Russen brachten Langhaar-Katzen und die französischen Händler Hauskatzen von den Pyrenäen - sie alle zusammen ergaben die Maine Coon... Um ehrlich zu sein, wir glauben keine dieser Geschichten. Viel wahrscheinlicher ist, daß die Maine Coon aus Kreuzungen vieler verschiedener Typen von Langhaar-Katzen hervorging, die Seefahrer mitgebracht haben.
Es könnten Norwegische Waldkatzen und Angoras gewesen sein, aber das ist nur eine Vermutung. Wir glauben, die Maine Coon ist nur der Beweis für das Überleben der "STÄRKSTEN". Es überlebten die Katzen, die das beste Fell für das rauhe Klima von Maine hatten, und so ist allmählich die Maine Coon von der Natur selbst erschaffen worden.
Ein Blick auf die Ausstellungs-Vergangenheit der MC's in Amerika zeigt, daß diese Rasse schon im 19. Jahrhundert populär war. Bereits im Jahre 1878 wurde eine schwarz-weiße MC Best in Show im Madison Square Garden. In den "Zwanzigern" verschwand die Rasse von den amerikanischen Ausstellungen, da man Perser und andere exotischen Rassen von Europa nach Amerika brachte - und die waren eben interessanter. 1959 wurde die Rasse als "ausgestorben" bezeichnet, und in einer Zeitung von 1973 konnte man lesen, diese Rasse habe nie existiert. Was natürlich nicht der Wahrheit entsprach, tatsächlich gründeten 1968 einige Züchter die Maine Coon Breeders and Fanciers Association (MCBFA) und nach harter Arbeit wurde die Rasse schließlich anerkannt, von der TICA 1981, von der CFA 1983 und viel später von den anderen amerikanischen Katzen-Vereinen - die FIFé nahm sie 1983 auf.
In Amerika existieren fünf fast identische Standards für die Maine Coon: TICA, CFA, CFF ACFA und MCBFA. Von den FIFé-Übersetzungen ist die englische Version des Standards die der CFA ähnlichste, während die deutsche und französische sehr unterschiedlich ist. Kein Wunder also, daß bei uns über das Aussehen dieser Katze so viel Verwirrung herrscht. Was kann man schließlich aus einer Zusammenfassung von acht verschiedenen Standards schon erwarten?!
Auch in Amerika gibt es große Unterschiede im Aussehen der Maine Coon. Die MC's von der Westküste stehen auf niederen Beinen und sind auch nicht so groß, wie die von der Ostküste. Die texanischen wiederum haben hohe Beine und extrem lange Köpfe. Die amerikanischen Züchter erklären dazu, daß der Standard eben unterschiedlichstes Aussehen berücksichtigen muß, da das zu einer "natürlichen" Rasse eben dazugehört.
Aber nichsdestotrotz müssen einige Merkmale vorhanden sein, die der Rasse ihr besonderes Aussehen verleihen. Wir sprechen von einer großen, massiven, kräftigen und muskulösen Katze. Ein ausgewachsener Kater ist beeindruckend, aber man muß auch berücksichtigen, daß die Entwicklung sehr lange Zeit in Anspruch nimmt und die Katze nicht vor dem dritten oder vierten Lebensjahr ausgewachsen ist.
Ein noch junger Katzer vor ein bis zwei Jahren hat zwar die erforderliche Körperlänge erreicht, aber keinesfalls die Breite. Im Verhältnis dazu sind die Weibchen kleiner, aber obwohl sie feminin sein dürfen, müssen sie schwer gebaut sein. Im Vergleich zum breiten Kopf der Perser und zum schmalen der Siamesen ist der der MC von mittlerer Breite. Kater (Deckkater) haben breitere Köpfe, das ist in Ordnung. Die Länge des Kopfes wird als mittellang beschrieben, und damit ist wieder ein Mittelding zwischen Siam und Perser gemeint. Bei Kitten und Halbwüchsigen sollte der Kopf etwas länger als breit sein, um die richtigen Proportionen für später zu sichern.
Die Wangenknochen sind hoch und stark ausgeprägt, die Schnauze sollte aus fast jedem Blickwinkel viereckig erscheinen, aber niemals zu spitz (snippy) auslaufend. Kräftiges Kinn und gut entwickelte Wangen. Das Profil sollte in einer leicht konkaven Kurve verlaufen. Auch haben viele eine leicht "römische" Nase, das kann akzeptiert werden, ein Stop aber nicht. Die Ohren, mit Büscheln ausgestattet, müssen groß sein, breit im Ansatz, zu einer Spitze auslaufend, hoch und gut auseinandergesetzt, bei Kitten und Halbwüchsigen sollen sie sogar noch etwas enger stehen, damit sie dann auf den richtigen Platz rutschen, wenn der Kopf sich verbreitert. Ohren, die bei einem Kitten zu weit auseinander stehen, kommen im späteren Alter zu weit herunter. In Amerika nennt man das "aeroplane ears", und das ist ein großer Fehler. Auch sollen die Ohren bei einem Kitten zu groß für den Kopf erscheinen, sonst sind sie später zu klein. Die Augen sind groß, offen und leicht schräg gestellt, was ihnen einen "eulenhaften"Ausdruck verleiht. Der obere Lidrand sollte keinesfalls gerade, sondern nach oben gerundet sein, um keinen "finsteren" Ausdruck zu vermitteln. Vollkommen runde Augen wären ein Fehler. Alle Farben sind erlaubt.
Der Körper ist groß und sehr muskulös, die erwachsenen Katze hat eine breite Brust. Er ist lang, gut proportioniert und bildet zusammen mit den mittelhohen Beinen ein Rechteck. Wichtig ist auch, daß die Breite des Körpers vorne und hinten gleich ist. Die Knochenstruktur ist kräftig und schwer, die Füße groß, rund und mit Büscheln zwischen den Zehen. Das Fell am Körper ist schwer, zottig (shaggy) und anliegend, es hat wenig Unterwolle, bedeckt von glänzendem, seidig glattem Deckhaar - ein Fell für jedes Wetter, wasserdicht und pflegeleicht. Auf Kopf und Schultern ist es kurz und dicht. Vom Nacken an wird es länger und zottiger, eine Maine Coon in vollem Fell muß unbedingt einen langen zottigen, voluminösen Pelz haben. Das Fell filzt nicht, außer beim Wechsel, auch ist wichtig, daß es lang ist, ein großer Fehler wäre kurzes oder gleichlanges Fell. Nur im Sommer wird kurzes, aber dann unbedingt stuffiges Fell akzeptiert. Der Schwanz ist so lang wie der Körper, breit am Ansatz und zu einer Spitze auslaufend. Das Haar ist fließend, langes Deckhaar, wenig Unterwolle.
Anerkannt sind alle Farben, außer Siam-Abzeichen, sowie Chocolate und Lilac-Weiß ist in jeder Menge erlaubt. Seit die Maine Coon 1983 von der FIFé anerkannt wurde, gab es Diskussionen über das Aussehen diesr Katzen. Nachdem "etwas" vom Weg abgewichen wurde, bedingt durch den Fehler im FIFé Standard, nähern wir uns jetzt wieder dem Original.
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